Agrar-Bürgschaft



Die Mittel für Die Agrar-Bürgschaften kommen aus dem EU-Programm COSME, das vom  Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) der Europäischen Kommission gefördert wird. Mit einer Rückbürgschaft des EIF können ab Oktober 2015 für zuerst drei Jahre Bürgschaften über insgesamt 400 Millionen Euro vergeben werden. Damit wird ein Kreditvolumen von rund 670 Millionen Euro ermöglicht.

Wer wird gefördert

Existenzgründer und bestehende kleine und mittelständische Betriebe mit weniger als 250 Beschäftigten und einem Jahresumsatz unter 50 Millionen Euro oder einer Bilanzsumme unter 43 Millionen Euro aus

  • Landwirtschaft (inkl. Nebenerwerbslandwirte),
  • Fischzucht- und
  • Forstwirtschaft sowie
  • nicht gewerblichem Gartenbau.
Was wird gefördert

Investitionen für folgende Vorhaben sind möglich:

  • Nachfolgen und Übernahmen
  • Existenzgründungen
  • Erwerb von Flächen und Gesellschaftsanteilen
  • Neu-, Aus- und Umbauten
  • Modernisierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen
  • Anlauf- und Markteinführungskosten für neue Geschäftsfelder
  • Kooperationen, Marketingmaßnahmen und Qualifizierungen
Wie wird gefördert

50-70-prozentige Bürgschaften für Kredite bis maximal 1,5 Million Euro bei bestehenden Unternehmen oder Betriebsübernahmen und bei Existenzgründungen. Die Hausbanken stellen Anträge für Landwirte oder Gartenbauer an die Bürgschaftsbanken und die Rentenbank – in Baden-Württemberg auch über die L-Bank (über die L-Bank stellen Sie den Antrag auf Agrar-Kombi-Bürgschaft). Wenn alle erforderlichen Unterlagen vorliegen, wird in der Regel innerhalb von zehn Arbeitstagen über die Anträge entschieden.

Die Kosten:

Bearbeitungsgebühr: keine

Bürgschaftsprovision: Sie fällt jährlich an und berechnet sich aus dem noch ausstehenden Kreditbetrag - die Bürgschaftsprovision orientiert sich am risikogerechten Zinssystem. Für die Kombination der jeweiligen Bonitätsstufen mit Besicherungsklasse 2 (> 40 % und > 70 % Besicherung) ergibt sich folgende Aufteilung:

RisikoklasseABDEFHI
Bürgschaftsprovision 0,500,600,700,901,201,752,20

Besonderheit: Die Agrar-Bürgschaften sind beihilfefrei. Sie sind mit dem Agrarinvestitionsförderprogramm des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz kombinierbar, wenn sich das Vorhaben aufteilen lässt: Bekommt ein Unternehmer Zuschüsse aus dem Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP) für einen Teil des Vorhabens, so lässt sich der Rest des Vorhabens, sofern es sich dabei um nicht zuwendungsfähige Kosten handelt, mit einer Agrar-Bürgschaft begleiten.

Laufzeit der Bürgschaft: Die Laufzeit richtet sich nach der Kreditlaufzeit. Nach zehn Jahren verringert sich die Bürgschaft auf 35 Prozent.

Neu seit 1. Juli 2016: Die Bürgschaftsbank besichert jetzt auch Kredite ohne Rückbürgschaft des EIF - unter anderem sind jetzt Risikoübernahmen für Betriebsmittelkredite mit 35-prozentigen Agrar-Bürgschaften möglich.

Den Antrag auf Agrar-Bürgschaft können die Hausbanken hier stellen.

Die Allgemeinen Bürgschaftsbestimmungen Agrar finden Sie hier.

Hier geht es zu den von der Europäischen Union unterstützten Finanzierungen.

Stand
01.04.2017
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Kontakt

Michael Rieger

zuständig für Landwirtschaft und Leiter - Region 3
Tel. 0711 1645-731
Fax 0711 1645-87-731

Klaus Justus

Leiter Spezialfinanzierung
Tel. 0711 1645-751
Fax 0711 1645-87-751

Jens Gall

Unternehmenskundenbetreuer - Region 2
Tel. 0711 1645-726
Fax 0711 1645-87-726

Manuel Bausch

Unternehmenskundenbetreuer - Region 1
Tel. 0711 1645-716
Fax 0711 1645-87-716

Jens Dittus

Unternehmenskundenbetreuer - Region 4
Tel. 0711 1645-745
Fax 0711 1645-87-745