08.12.2015

Jungwinzer Büchin startet mit „Agrar-Bürgschaft“

Jungwinzer Markus Büchin mit Familie im Weinberg.

So sieht der Neubau des Weinguts Büchin im Modell aus.

Mit dem neu gestarteten Programm „Agrar-Bürgschaft“ hat die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg jetzt die Finanzierung des Jungwinzers Markus Büchin unterstützt. In Schliengen im Markgräflerland will er ein eigenes Weingut bauen.

Markus Büchin will durchstarten. Seit 2007 ist der gelernte Weinbautechniker nebenberuflich selbstständig. In Schliengen im südlichen Markgräflerland etwa 20 Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt produziert der junge Winzer „moderne Weine, die die Kunden wollen“, wie er sagt. Angefangen hat er mit 1,5 Hektar Rebflächen. Heute sind es 15 Hektar und 150.000 Flaschen Wein – zu seinem Angebot gehören Merlot, Syrah, Sauvignon Blanc aber auch die traditionelleren Grau- oder Weißburgunder. Nach wie vor arbeitet er hauptberuflich als Kellermeister der Winzergenossenschaft Haltingen.

Seinen „Büchin“-Wein baut er derzeit noch in der Genossenschaft aus. Über 40 Weinhändler verkauft er ihn deutschlandweit und in einem kleinen Geschäft in Schliengen. „In den letzten acht Jahren sind wir schnell gewachsen In Haltingen stoßen wir jetzt an unsere Grenzen“, sagt der 36-Jährige. Um die Produktion und den Verkauf an einem Ort zu bündeln will er jetzt vollends auf eigenen Beinen stehen. Direkt an der Bundesstraße B 3 am Ortsausgang von Schliengen plant er den Bau seines eigenen Weinguts.

Der langgestreckte Bau auf einer 646 Quadratmeter großen Fläche sieht ein wenig futuristisch aus: Er ist zweigeteilt: Ein Verkaufsraum mit Galerie – daneben die Produktions- und Lagerhalle, die - wie am Kaiserstuhl oder in Südtirol üblich - mit Holzlamellen verkleidet ist. Für die Finanzierung hat ihm sein Berater der Landsiedlung Baden-Württemberg zu einer „Agrar-Bürgschaft“ geraten. Mit ihr hat seine Hausbank einen Förderkredit der Landwirtschaftlichen Rentenbank abgesichert. „Ohne die Bürgschaft hätten wir das Projekt so nicht umsetzen können“, sagt er. Im Februar soll der Bau beginnen und vor der Ernte will er fertig sein.

Der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, zur ersten Finanzierung mit „Agrar-Bürgschaft“ in Baden-Württemberg: „Junge Winzerinnen und Winzer sind von großer Bedeutung für das Genießerland Baden-Württemberg. Als Unternehmerinnen und Unternehmer sind sie bereit Risiken einzugehen. Agrar-Bürgschaften sind eine Möglichkeit für die Winzerinnen und Winzer, Projekte, Existenzgründungen und Betriebserweiterungen zu finanzieren.“

Im Überblick: Agrar-Bürgschaften gibt es seit dem 1. Oktober 2015. Es handelt sich um 60-prozentige Bürgschaften für Förderkredite der L-Bank und der Landwirtschaftlichen Rentenbank für die Investitionen von Landwirten, Fischzüchtern, Forstwirten und nicht gewerblichen Gartenbauern. Das Geld kommt aus dem EU-Programm für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und für kleine und mittlere Unternehmen (COSME) mit Unterstützung des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI).

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