06.06.2018

D3D revolutioniert die Metallverarbeitung

Dank einer Bürgschaft der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg haben sich Dominik Ross und Dominic Grundmann den Traum vom eigenen Unternehmen erfüllen können. Mit ihrer additiven Fertigungstechnik gehen sie neue Wege in der Metallverarbeitung.

Von links: Dominik Ross und Dominic Grundmann

Stuttgart, 06.06.2018. Von der Beratung über die Produktion bis hin zur Nachbearbeitung – die D3D Additive Manufacturing GmbH aus Baindt bietet einen Full-Service im Bereich 3D-Metalldruck an. Herzstück der Produktionshalle im Gewerbegebiet Mehlis ist ein fast fünf Tonnen schwerer, innovativer Metalldrucker, der komplexe, chemisch reine Teile aus Edelstahl, Titan oder Nickel-Superlegierungen bis zu einer Größe von 275 x 275 x 420 Millimetern fertigen kann. Dabei jagt ein Laserstrahl in ultrapräzisen Mustern über eine dünne Schicht Metallpulver, die danach aushärtet. Dieser Prozess wiederholt sich Schicht für Schicht, bis ein dreidimensionales Werkstück entstanden ist.

Die Finanzspritze
Dass die beiden jungen Gründer mit ihrer innovativen Technologie und ihrem eigenen Unternehmen an den Start gehen konnten, hat eine Förderung durch die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg möglich gemacht. Das Institut sicherte eine Gründungsfinanzierung der L-Bank mit einer 70-prozentigen Bürgschaft ab.

Das Kombiprogramm richtet sich an Existenzgründer und Betriebsübernehmer bis maximal fünf Jahre nach der Gründung. „Wir möchten damit gezielt Zukunftsvorhaben und Neugründungen unterstützen, um dem Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg weiteren Aufwind zu verleihen“ betont Bürgschaftsbank-Vorstand Guy Selbherr. „Im Falle der D3D hat uns die technische Expertise sowie die Motivation und Zielstrebigkeit von Herrn Ross und Herrn Grundmann überzeugt.“

Die Pluspunkte
Nicht nur das Förderinstitut konnten die Neugründer mit ihrer innovativen Idee begeistern: Mittlerweile gehören namhafte Kunden aus den Branchen Automotive, Luft- und Raumfahrt sowie Werkzeug- und Sondermaschinenbau zu ihrem Portfolio, denn die Technologie bietet zahlreiche Vorteile. Fräsen, drehen, schneiden, bohren: Diese Prozesse der Metallverarbeitung werden auf ein Minimum in der Nachbearbeitung reduziert. Damit verbunden ist eine drastische Verkürzung der Produktionszeiten und bei Kleinserien auch der Kosten. „Was bei komplexen Bauteilen Monate dauern kann, ist beim 3D-Druck innerhalb weniger Tage, oft sogar über Nacht möglich“, erklärt Dominik Ross. Und schließlich werden filigrane Konstruktionen, die mit konventionellen Methoden schlicht unmöglich sind, durch additive Verfahren erst realisierbar. Das Gewicht lässt sich damit ebenfalls reduzieren – bei gleicher Festigkeit.

„Der 3D-Metalldruck hat in den vergangenen Jahren rasante Fortschritte gemacht, doch das ist noch zu wenig bekannt“, sagt Dominic Grundmann. „Unser Ziel ist, die neue Technologie vor allem Unternehmen in der Region verfügbar zu machen. Und mit der Bürgschaftsbank haben wir einen idealen Partner gefunden, der uns bei allen Fragen rund um die Finanzierung gut berät.“

(Fotos von D3D Additive Manufacturing)

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