Kindervilla GmbH

Aus der Idee zu einer bilingualen Kinderkrippe für unter Dreijährige wurde Wirklichkeit. Heute leitet Tahmina Rothgangel drei Kinderkrippen und einen Kindergarten in Stuttgart. Der nächste Kindergarten folgt.

Während ihrer Ausbildung zur Erzieherin träumte die heute 36-jährige Mutter einer Tochter von einem bilingualen Konzept, bei dem die Kleinen spielerisch an das Deutsche bzw. Englische als Zweitsprache herangeführt werden sollten. Gedacht, getan. 2010 eröffnete sie in Stuttgart ihre erste bilinguale Kindertagesstätte. Inzwischen sind daraus schon drei Krippen und ein Kindergarten geworden. Rothgangels Kindervilla GmbH setzt auf ein Konzept, bei dem die Kinder ausschließlich mit gelernten Pädagogen, sogenannten
„native speakern“, auf spielerische Weise und in Verbindung mit kreativen Ansätzen zweisprachig erzogen werden. Jede Gruppe wird von drei Pädagogen und einer Assistentin betreut. Zu sehr flexiblen Öffnungszeiten von 7:30 Uhr bis 18:30 Uhr lernen die Kleinen mit neuen Medien wie Tablets, erhalten musische Angebote wie Klavier- und Ballettunterricht, gehen zum Schwimmen und betreiben viele andere Aktivitäten. Die Eltern schätzen außerdem, dass es nur wenige Schließtage gibt. Bei Bedarf wird sogar eine Samstagsbetreuung angeboten. Im Kindergarten wird unterschieden zwischen Kindergarten- und Vorschulkindern. Eine gute Verpflegung mit Mahlzeiten aus der eigenen Küche rundet das Angebot ab.

Die Eltern, meist Akademiker, die in der Regel beide berufstätig sind, rennen Rothgangel die Türen ein. Unabhängig von ihrer eigenen Nationalität wünschen sich viele eine bilinguale Erziehung für ihren Nachwuchs. Etwa die Hälfte der Kinder ist rein deutsch, der Rest kommt aus gemischten oder rein englischsprachigen Familien. Die Mitarbeiter genießen regelmäßige Fortbildungen und werden gut bezahlt. Das Arbeitsklima sei gut, auch weil der Betreuungsschlüssel sehr vorteilhaft sei, berichtet Tahmina Rothgangel. Zusammen mit ihrem Mann, der Mitgesellschafter ist und nebenberuflich mitarbeitet, einer Buchhalterin sowie dem pädagogischen und dem Reinigungspersonal beschäftigt die Erzieherin und Geschäftsführerin mittlerweile 50 Mitarbeiter.

„Angebote wie diese gibt es in Stuttgart wenige. Das war eine echte Marktlücke“, sagt die im afghanischen Kabul geborene Frau. Während die Finanzierung der drei Kinderkrippen im Rahmen einer „Regelförderung“ auch mit Bundesmitteln erfolgte, nahm Rothgangels Bank bei der Finanzierung des Kindergartenprojekts die Bürgschaftsbank mit ins Boot. Die Unternehmerin ist voll des Lobes: „Das lief außerordentlich gut und professionell“, sagt sie. Aber „ein bisschen nervös“ sei sie vor dem Gespräch dennoch gewesen.

Rothgangel fühlt sich bestätigt und hat jede Menge neue Pläne. Sie träumt auch von der Einrichtung einer zweisprachigen Grundschule, denn ihre kleinen Schützlinge werden älter. Doch Priorität hat erst einmal ein neuer Kindergarten. „Ich habe eine Warteliste mit 18 Kindern aus meinen Krippen, die im Kindergarten zweisprachig weitermachen sollen. Da stehe ich unter Zugzwang gegenüber meinen Kunden.“

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