Fosera Solarsystems GmbH & Co. KGaA - „Grüner“ Strom für die Welt

Noch während des Studiums legte Catherine Adelmann die Weichen für ihre Unternehmerlaufbahn – und das ganz ohne es zu wollen. Bei Projekten an der Hochschule Ulm entwickelte sie ein solares Inselsystem und einen Businessplan. Ihr Professor war davon so begeistert, dass er sie ermunterte, daraus ein Geschäftsmodell zu machen. Und so kam der Stein ins Rollen. Die heute 28-Jährige gründete 2011 die Fosera Solarsystems GmbH & Co. KGaA und bietet Geräte an, die auf Basis von Solarbatterien betrieben werden. Alles begann mit Lampen, doch recht schnell erweiterte sich die Produktpalette beispielsweise um Fernseher und Ventilatoren. 2018 sollen Kühlschränke und Warmwassergeräte das Portfolio ergänzen. Die technische Besonderheit ist neben den darin verbauten ultraeffizienten LEDs die moderne Lithium-Batterietechnologie. Außerdem sind die Lösungen nach dem „Modular System Design“ konstruiert und können deshalb je nach Energiebedarf und Geldbeutel des Kunden erweitert werden. Die Zielmärkte von Fosera sind vor allem Entwicklungsländer wie Afrika, Lateinamerika und Asien. „In vielen – vor allem ärmeren – Regionen der Erde sind erneuerbare Energiequellen wie Sonne, Wind und Wasser häufig die einzige Möglichkeit, die Menschen mit Strom zu versorgen“, betont die junge Frau. „Wir möchten mit unseren Systemen die Lebensqualität dieser Menschen verbessern und gleichzeitig die Umwelt schonen.“ Zum Unternehmen gehören neben dem Hauptsitz in Illerkirchberg Produktions- und After-Sales-Standorte in Thailand und Äthiopien. Damit sich die Menschen in diesen Ländern die Systeme leisten können, werden sie nach dem pay-as-you-go-Prinzip angeboten. Das heißt, die Kunden zahlen sie in kleinen monatlichen Raten ab.

Wie jeder Existenzgründer benötigte auch Catherine Adelmann Kapital, um ihre Pläne zu realisieren: Zu Beginn setzte sie auf „family and friends“, nach zwei Jahren holte sie zwei Investoren an Bord. Und 2017 erhielt das Unternehmen eine Innovationsfinanzierung der L-Bank, die über das InnovFin70-Programm der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) verbürgt wird. Damit will Catherine Adelmann noch leistungsfähigere Systeme auf den Markt bringen. „Ich habe mich besonders gefreut, dass die Investoren und Banken meine Geschäftsidee nicht nur als gewinnbringend eingestuft, sondern auch den Sinn dahinter gesehen haben. Ich habe von allen Seiten viel Unterstützung und hilfreiche Tipps bekommen“, sagt die Wirtschaftsingenieurin. Ihr Vater, Peter Adelmann, steht ihr außerdem beratend zur Seite, denn er genießt in der Solarbranche seit über 30 Jahren einen exzellenten Ruf, nicht zuletzt dank seiner Tätigkeit als Hochschulprofessor sowie als Berater bei UN-Projekten. Mit Herzblut arbeitet Catherine Adelmann weiter auf ihr langfristiges Ziel hin: mit Solar-energie in den Entwicklungsländern eine Energiedienstleistung mit einem Level ähnlich dem in Deutschland anbieten zu können. Den Menschen und der Umwelt zuliebe.

Fosera Solarsystems GmbH & Co. KGaA

Beteiligte: Sparkasse Ulm l L-Bank l Bürgschaftsbank Baden-Württemberg
Finanziert mit: InnovFin70 mit 70-prozentiger Bürgschaft

2011 gegründet l 88 Mitarbeiter
www.fosera.com

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