Corona-Krise: schnelle und unbürokratische Hilfe

Die Corona-Krise stellt viele Unternehmen, insbesondere die kleinen und mittleren Betriebe, im Land vor dramatische Herausforderungen. Die Sicherung der Liquidität ist dabei oberstes Gebot. Am 13.03.2020 haben BMWi und BMF gemeinsam das Maßnahmenpaket zur Absicherung der Auswirkungen des Corona-Virus vorgestellt als Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen. Der Bund und das Land haben damit unmittelbar die Fördermöglichkeiten über die Bürgschaftsbank  erweitert und verbessert. Hier finden Sie unsere Neuerungen.


Sofortbürgschaften für Finanzierungen bis 250.000 EUR: Jetzt starten wir gemeinsam durch – unser Angebot für Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern

In Baden-Württemberg gibt es über 400.000 Kleinstbetriebe* mit bis zu zehn Beschäftigten. Gerade für sie hat die Corona-Krise teilweise dramatische Folgen, so dass ihre Liquidität belastet wird und es ihre Existenz bedrohen kann. Die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg steht als verlässlicher Partner an ihrer Seite. Mit dem erweiterten Angebot des Landes bei der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg wird die bestehende Förderlücke im Bundesangebot geschlossen: Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern können nun bei uns eine 90- oder 100-prozentige Sofortbürgschaft für Finanzierungen bis 250.000 EUR erhalten. Direkt und unbürokratisch sind wir für Sie da!

*Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Weitere Informationen und die Anfragestrecke finden Sie hier: Sofortbürgschaften


Sonderprogramm: "Liquiditätskredit Plus"
Mit dem Liquiditätskredit der L-Bank können mittelständische Unternehmen in Baden-Württemberg ihren Liquiditätsbedarf bis max. 5 Mio. Euro decken, insbesondere für nicht-investive Maßnahmen.

Weitere Informationen zu den Konditionen finden Sie hier: www.buergschaftsbank.de/liplus


Standardprogramme der Bürgschaftsbank
Auch unsere Standardprogramme wurden erweitert.

Weitere Informationen zu unseren Corona-Konditionen finden Sie hier: www.buergschaftsbank.de/corona-programme


Reduzierte Eigenkapitalunterlegung durch Corona-Hilfsprogramm

Ausführliche Informationen finden Sie hier: PDF download


Beihilferecht – was jetzt wichtig ist

Der befristete Beihilferahmen („Temporary Framework“) der EU-Kommission ist am 19. März 2020 in Kraft getreten. Dieser soll staatliche Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft in der gegenwärtigen Covid-19-Krise ermöglichen. Auf dessen Grundlage hat die Bundesregierung die „Bundesregelung Bürgschaften 2020“ und die „Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ erlassen, die von der EU-Kommission genehmigt wurden. Beide Regelungen stellen eine zusätzliche EU-beihilferechtliche Grundlage für die Gewährung
von Bürgschaften dar. De-minimis-VO und die AGVO bleiben weiterhin anwendbar. Die Bürgschaftsbank kann nun auf Basis der Bundesregelung für Bürgschaften eine erhöhte Bürgschaftsquote von 90% übernehmen.

Sowohl die „Bundesregelung Bürgschaften 2020“ als auch die „Geänderte Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ bringen jedoch, trotz neuer Spielräume, auch einige Förderrestriktionen mit sich. So ist z.B. unter der erstgenannten Regelung lediglich für die ersten sechs Jahre der Bürgschaftslaufzeit eine (beihilfefreie) Förderung der Bürgschaftsbank über 90 % möglich. Die „Geänderte Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ ermöglicht hingegen zwar längere Laufzeiten als sechs Jahre, deckelt jedoch den Beihilfe-Höchstbetrag pro Unternehmen auf T€ 800 (für Unternehmen, die im Fischereisektor bzw. in der Primärerzeugung landwirtschaftlicher Produkte tätig sind, gelten geringere Obergrenzen).

Um die Einhaltung dieser Höchstbeträge bzw. aller neuen Fördervoraussetzungen zu gewährleisten, hat die Bürgschaftsbank für jede Bundesregelung einen eigenen Vordruck entworfen, der vom Antrag stellenden Unternehmen bzw. der Hausbank zusätzlich zum Antragsformular auszufüllen ist. Die bisherige De-minimis-Erklärung des Antragstellers wurde um die Angaben des Unternehmens zu bereits erhaltenen / beantragten Kleinbeihilfen erweitert. Die neue Regelung verschafft den Unternehmen erhebliche Förderspielräume, da die Corona-Beihilfen für Betriebsmittel nicht auf De minimis angerechnet werden. Die Bürgschaftsbank versucht im Interesse der Unternehmen eine bestmögliche Nutzung der verschiedenen Beihilferegime.

Alle Anträge finden Sie in unserem Downloadbereich